Antragsservice für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Neue Einer-für-Alle-Leistung aus NRW

Der Fachkräftemangel wird zunehmend zu einer Herausforderung für die Wirtschaft. Neben dem Ausbau von fundierten Berufsausbildungen und zielgerichteten Weiterbildungen ist der Einsatz von Fachkräften aus dem Ausland gefragt, um hier Abhilfe zu schaffen. Die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen ist daher ein zentrales Element, um ausländischen Fachkräften die Integration in den Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland zu erleichtern. Im OZG-Projekt „Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen“ wird die digitale Antragstellung unter Federführung des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Die so genannte Einer-für-Alle (EfA) -Lösung ist seit dem 28.09.2022 verfügbar.

Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat d-NRW einen bundesweiten Antragsservice für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen aufgebaut, welcher für die Beantragung der Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation weltweit genutzt werden kann. Der Service soll dabei direkt an das bereits bestehende Portal „Anerkennung in Deutschland“, betrieben durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) anknüpfen. Nutzer:innen werden durch einen Anerkennungsfinder im Portal „Anerkennung in Deutschland“, direkt in den Antragsservice überführt, um dort einen Antrag auf Anerkennung der Berufsqualifikationen stellen zu können.

Insgesamt gibt es mehr als 1.200 Berufe, die grundsätzlich anerkannt werden können. In der aktuellen Basisversion wird zunächst die Antragstellung für den Beruf Arzt/Ärztin im Land Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster als Pilotbehörde. Bis Ende 2022 sollen alle weiteren Berufe abgedeckt werden. 13 Bundesländer haben bereits Interesse an einer möglichen Nachnutzung des Antragsservices bekundet.

Technischer Umsetzungspartner der d-NRW AöR ist die publicplan GmbH. Im Projektmanagement hat die Deloitte GmbH unterstützt. Als weiter Entwicklungspartner waren die Materna Information & Communications SE und BearingPoint eingebunden. Auftraggeber ist das Ministerium für Arbeit. Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW).

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