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Führerschein

Der digitale Führerscheinantrag entlastet Kommunen durch automatisierte Datenübermittlung und verkürzte Bearbeitungszeiten – Prozesse werden effizienter und Ressourcen geschont. Bürgerinnen und Bürger profitieren von einer komfortablen Online-Antragstellung mit sicherer Identifikation, digitalem Hochladen aller Unterlagen und bargeldloser Bezahlung. Oft entfällt der Behördengang komplett, dies spart Zeit und verbessert deutlich den Service. So bietet der Dienst eine zukunftssichere, benutzerfreundliche Lösung für alle Fahrerlaubnisverfahren.
OZG-ID:
10169
Verfügbar
Stand
03/2026
Themenfelder
Mobilität
Zielgruppen
Kreise
kreisfreie Städte

Basisinformationen

Der digitale Führerscheinantrag bietet Kommunen eine moderne, effiziente und rechtssichere Lösung, mit der Fahrerlaubnisverfahren vollständig online abgewickelt werden können – von Erstanträgen, Erweiterungen bis zum Pflichtumtausch alter Führerscheine. Diese zentrale Lösung reduziert den Verwaltungsaufwand erheblich durch medienbruchfreie, automatisierte Übertragung der Antragsdaten direkt in die Fachverfahren. Dadurch werden interne Prozesse beschleunigt, Kapazitäten frei und Bearbeitungszeiten verkürzt.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das eine komfortable, zeitsparende Online-Antragsstrecke mit sicherer Identifikation über den elektronischen Personalausweis (eID) oder BundID. Alle benötigten Unterlagen können digital hochgeladen und die Gebühren bequem per ePayment bezahlt werden. Fahrt- und Wartezeiten entfallen, persönliche Behördentermine sind in vielen Fällen nicht mehr erforderlich.

Mit dieser einheitlichen, nutzerfreundlichen Plattform unterstützen Kommunen die Umsetzung ihrer Digitalisierungsziele und bieten einen zukunftsfähigen Service im Bereich Fahrerlaubnis.

Häufige Fragen und Antworten

Checkliste zur Einführung

  1. Interesse bekunden
    Formlose E-Mail an kommunalvertreter@digitales.nrw.de senden.
  2. Fachverfahrenshersteller informieren
    Abstimmung über technische Umsetzung und Antragsstrecken.
  3. Nachrichtenabholung festlegen
    • Mit Fachverfahrenshersteller klären: OSCI- oder XTA-Schnittstelle?
    • XTA:
    • Verfügbarkeit XTA2-Webservice prüfen.
    • XTA-Anbindung beantragen.
    • Bei Fragen zur ZDI: kommunal-anbindung@it.nrw.de
    • OSCI:
    • Schnittstelle beim Fachverfahrenshersteller beziehen oder OSCI-Client nutzen.
  4. Zeichnung und Zusendung des Einzelabrufes
    • Bevorzugt: Besonders Elektronisches Behördenpostfach (BeBPo), 
    • Empfänger: d-NRW AöR.
    • Alternativ: Postversand in zweifacher unterschriebener Form des Einzelabrufes möglich.
  5. OSCI-Zertifikat beantragen
    • Zuständigen OSCI-Intermediär ermitteln.
    • OSCI-Postfachzertifikat (DOI-CA) bei Telesec oder SIT beantragen.
    • Unterstützung: ccdigitalisierung@kdn.de.
    • Ggf. Zertifikat an IT.NRW weiterreichen (bei Nutzung ZDI-Kommunal).
  6. DVDV-Eintrag beantragen
  7. Leertest durchführen
  8. E-Payment einrichten
    • Aktuell angebundene Anbieter: epay21, epayBL, pm-Payment.
    • E-Payment-Anbieter und Kasse informieren.
    • Unterstützung: ccdigitalisierung@kdn.de.
  9. BundID (Nutzerkonto Bund) einrichten
    • Testperson mit aktivem Nutzerkonto Bund innerhalb der Fahrerlaubnisbehörde (FEB) anlegen.
  10. PVOG-Eintrag (Infodienste) anlegen
    • Option 1: Mit eigener XZuFI/RDFa-Schnittstelle → Kontaktdaten, Link und LeiKa-Schlüssel übermitteln.
    • Option 2: Ohne Schnittstelle → Anlage „Einzelabruf Führerschein“ befüllen.
  11. Anbindung beauftragen

Technische Informationen

Fachverfahren

  • Unterstützung aller gängigen Fachverfahrenshersteller in NRW
  • Fachverfahren muss für folgende Schnittstellen ausgelegt sein: OSCI und/oder XTA2 V3.1
  • GUI-Lösungen für Antragsbearbeitung werden ebenfalls unterstützt

Kommunikationsschnittstellen

  • OSCI (Online Services Computer Interface): Standardprotokoll zur behördlichen Nachrichtenübermittlung
  • XTA2-Webservice (XML Transfer Area, Version 2): Alternative technische Schnittstelle, zentral bereitgestellt über ZDI (Zentrale Datenaustausch Infrastruktur) oder kommunalen OSCI-Intermediär
  • FIT-Connect wird ebenfalls unterstützt für Protokolltransfer
  • Ende-zu-Ende Verschlüsselung aller Kommunikationswege

Zertifikate und Identitäten

  • Einsatz von DOI-CA Zertifikaten für die OSCI-Kommunikation (Telesec oder Südwestfalen-IT als Vergabestellen)
  • Zertifikate dienen der Verschlüsselung und Authentifizierung (Nachweis im DVDV erforderlich)
  • Digitale Authentifizierung der Nutzenden per BundID/eID (Deutschland-ID)
  • Mandantenzuordnung mittels LeiKa-Schlüssel und Identifikation über das Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV)

Infrastruktur und Integration

  • Nutzung zentraler XTA2-Server über ZDI oder kommunalen IT-Dienstleister
  • Medienbruchfreie Übertragung ins kommunale Fachverfahren
  • Pflege aller relevanter Kommunikationsadressen und Schlüssel im DVDV
  • Bereitstellung technischer Information und Datenpflege über dedizierte Links (Ersteinrichtung, Datenpflege)
  • Unterstützung des PVOG via XZuFi/RDFa-Schnittstelle oder XML-Struktur

E-Payment

  • Anbindung über ekom21 möglich
  • Unterstützte Anbieter: epay21, epayBL, pm-Payment

Test- und Produktivbetrieb

  • Testsystem steht für die XTA-Kommunikation mit Fachverfahrenshersteller bereit
  • End-2-End-Tests mit Authentifizierung und Zahlung im Produktivsystem möglich
  • Technischer Leertest mit Rückmeldung an ZDI/d-NRW zur Freigabe

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Wie funktioniert die Nachnutzung einer EfA-Leistung?

Für Ihre Kommune bietet das Nachnutzungsmodell NRW über d-NRW einen einfachen und rechtssicheren Zugang zu digitalen Verwaltungsdiensten, die bereits für andere Bundesländer entwickelt wurden. Die d-NRW unterstützt Sie dabei umfassend bei der rechtlichen Abwicklung, technischen Integration und Umsetzung.

Für Sie da: Ihre Ansprechpersonen

Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an: kommunalvertreter@digitales.nrw.de
Anja Hellmann
Ansprechpartnerin

Anja Hellmann

Katja Linnenschmidt
Ansprechpartnerin

Katja Linnenschmidt